Veröffentlicht am 25.05.2018 in Fussball

Fintel (acb). Es ist schon eine liebgewonnene kleine Tradition in Fintel geworden: Nachbarn einer Straße tun sich zusammen, manchmal auch mehrere Straßen, um eine Mannschaft für das Straßenfußballturnier zu bilden. Dieses 2016 von Mitgliedern des TuS Fintel ins Leben gerufene Event hat sich zu einem beliebten Anlaufpunkt entwickelt und so freuen sich die Organisatoren auch am Samstag, 2. Juni, wieder auf viele Teilnehmer und anfeuernde Zuschauer.

Quelle: Onlineartikel der Rotenburger Rundschau vom 25.5.2018

Ab 10 Uhr versammeln sich die Spieler auf dem Sportplatz in der Freudenthalstraße, dort werden sie in Gruppen eingeteilt. Wer möchte, erhält bei dieser Gelegenheit ein Trikot aus dem großen Fundus des TuS und kann darin aufs Feld gehen. Allerdings gibt es immer mehr Mannschaften, die ihre Zugehörigkeit durch eigene Trikots ausdrücken. „Die Straße Spitzen zum Beispiel ist mit ,Spitzenteam eins‘ und ,Spitzenteam zwei‘ vertreten und die haben sich eigene Shirts gemacht“, erklärt Arno Holsten, einer der Organisatoren. Sie seien sehr kreativ gewesen und haben zum Beispiel auch ihre Hausnummer als Trikotnummer gewählt. „Das finde ich richtig gut, die haben sich zusammengesetzt, sich Gedanken gemacht und hatten viel Spaß dabei – das zeigt, dass da eine gute Straßengemeinschaft herrscht“, ergänzt Holsten.

Im Anschluss an die Trikotvergabe beginnt das Turnier, jede Partie dauert zehn Minuten. Am Ende kommen die jeweils ersten beiden aus der Gruppenphase weiter und stehen sich in den Spielen um die letzten vier Plätze gegenüber. „Natürlich gibt es für den Gewinner einen Pokal und wir machen ein Siegerfoto, das ist ein Anreiz, gewinnen zu wollen oder seinen Titel zu verteidigen.“ Holsten spricht aus Erfahrung: Im ersten Jahr hat das Team Eurostrand gewonnen, in dem er selber mitspielt. „Wir waren Feuer und Flamme, im vergangenen Jahr wieder zu gewinnen, mussten uns aber geschlagen geben“, erinnert sich Holsten. 2017 hatte letztlich eine Mischmannschaft, das Team OsterHofPferde aus den Straßen Osterloh, Kohlhof und Pferdemarkt, die Nase vorn.

Wer bei all dem Hunger bekommt, für den haben die Veranstalter eine Imbissbude organisiert, außerdem gibt es einen Kuchenverkauf. In einer Regiebox sitzen Helfer, die das Geschehen dokumentieren und die Ergebnisse verkünden.

Bei den Spielen geht es vor allem um Spaß, das zeigt sich daran, dass Teilnehmer jeden Alters dabei sind. „Unser ehemaliger Jugendtrainer ist Ende 70 und kann zwar nicht mehr mitspielen, motiviert uns aber vor den Spielen immer“, erzählt Holsten. Allerdings gibt es ein Mindestalter von zehn Jahren für die Teilnahme. „Für jüngere Kinder kann es gefährlich sein, wenn sie mal einen etwas dolleren Schuss abbekommen würden.“ Jedes Team besteht aus acht Teilnehmern. Vier bis fünf stehen mit dem Torwart auf dem Feld, die restlichen Spieler stehen als Auswechselspieler bereit.

Die Idee kam bereits beim Bau des neuen Sportlerheims 2014 auf. „Wir wollten etwas zurückgeben – nicht nur an die Fußballspieler, sondern alle aus dem Sportverein und dem Ort anzusprechen“, meint Holsten. Das Spektakel bekannt zu machen, war im ersten Jahr mit viel Aufwand verbunden. „Ich bin mit meinem Mitbewohner von Tür zu Tür gegangen, wir haben überall geklingelt und Werbung gemacht“, erinnert sich Holsten. Mit Erfolg: Auf Anhieb hatten sich zehn Mannschaften gefunden.

Wer nicht spielen möchte oder kann, aber trotzdem dabei sein will, trifft sich auf einen Kaffee mit den Nachbarn und feuert die Spieler an. „Das hat den netten Nebeneffekt, dass man dadurch seine Nachbarn nochmal besser kennenlernt.“

Wer noch spontan am kommenden Wochenende dabei sein möchte, kann sich unter Telefon 0151/56888576 bei Holsten melden. „Wir schicken keinen weg“, sagt er und lächelt.